Konzentration
Die Konzentration wird in der Regel in ppm (parts per million) angegeben. Das bedeutet 1 Wirkstoffanteil (Silber) auf 1 Million Lösungsstoffanteile (Wasser), eine oft verwirrende Angabe. Da sich diese Angabe aber auf die Gewichtsanteile der beteiligten Stoffe bezieht, ist dies bei kolloidalem Silber gleichzusetzen mit Milligramm pro Liter (mg/l).
25 ppm bedeuten also: 25 mg Silber in 1 Liter Wasser (100 ml Wasser enthalten demzufolge 2,5 mg Silber).
Konzentrationsmessung
Die Konzentration fertiger Metall-Suspensionen ist für den Laien nicht meßbar. TDS-Meter sind untauglich, da sie die Leitfähigkeit von Lösungen messen und somit nur gelöste Ionen erfassen. Die unterschiedlichen Partikel haben verschiedene Einflüsse auf die Leitfähigkeit. Den größten Einfluß haben Ionen.
Die Leitfähigkeit des Wassers vor der Herstellung bleibt außerdem unberücksichtigt und kann durchaus um den Faktor 100 schwanken.
Hier sei angemerkt, daß auch viele Labors lediglich den gelösten Silber-Anteil (also nur Ionen) bestimmen können.
Partikelgröße
Die Angabe einer Partikelgröße in der Suspension (z. Bsp. 10 nm) ist grundsätzlich falsch. Wie bereits aus der obigen Beschreibung der Partikel hervorgeht, können diese nie in einer einzigen Größe auftreten. Es kann sich immer nur um einen Größenbereich handeln (z. Bsp. 10-100 nm oder < 100 nm). Aber auch solche Angaben unterliegen meßtechnisch bedingten Schwankungen.
Herstellung
Kolloidales Silber kann in unterschiedlichen Verfahren hergestellt werden. Die bekanntesten sind:
- Reduktion von Silber-Salzen, ein chemisches (auch chemisch-elektrolytisches) Verfahren, welches für die meisten Anwender nicht durchführbar ist. Nach unserem Wissensstand enthält das fertige Produkt ebenfalls Kolloide und Ionen. Über die anschließende Reinheit ist uns nichts bekannt.
- Mechanisches Vermahlen in speziellen Mühlen. Da Silber mit dem in der Luft enthaltenen Schefelwasserstoff an der Oberfläche reagiert (Bildung von Silbersulfid), werden die Partikel von manchen Herstellern mit Casein ummantelt. Damit ist es jedoch für viele Anwendungen nicht geeignet.
- Elektrolytische Herstellung mit sogenannten Silber-Generatoren. Seitdem die Fa. Jenkner Elektronik 1997 mit der Herstellung Ihrer Marke "Ionic-Pulser®" begann, ist diese Herstellungsform inzwischen am meisten verbreitet und soll im Folgenden näher betrachtet werden.
Keinesfalls ist es möglich, mit einem beliebigen Strom, etwas Silber und Wasser kolloidales Silber herzustellen. Dessen Herstellung ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden. Um eine entsprechend hohe Reinheit der Dispersion zu erreichen, müssen die Elektroden einen Feinsilbergehalt von mindestens 99,99% besitzen. Das Wasser muß destilliert (entmineralisiert) sein und einen Leitwert von 10 µS/cm oder kleiner aufweisen.
Die verwendeten Silbergeneratoren müssen zahlreiche Parameter berücksichtigen:
- Herstellungszeit
- Stromstärke und Stromdichte
- Spannungsarten und Spannungshöhe
- Elektrodenabstand, Elektrodenoberfläche und deren Veränderung
- Verhältnis von Temperatur und Leitfähigkeit
- Oxydationsverhalten und Änderung der Oberflächenoxydation
- Ausgangsleitwert des Wassers und Änderung des Wasserleitwertes
- Ausgangstemperatur des Wassers und Änderung der Wassertemperatur
- Abhängigkeit der Partikelgröße von Spannung, Strom, Materialdichte, Temperatur und Zeit
Erst wenn all diese und noch etliche weitere Parameter berechnet und in ein eindeutig definiertes Verhältnis zueinander gebracht sind, ist die Herstellung einer reinen und reproduzierbaren Silber-Dispersion möglich!
Es sind also nicht nur umfangreiche Fachkenntnisse in den Bereichen Elektronik, Physik und Chemie erforderlich, sondern auch entsprechende Erfahrungen und letztlich die technischen Voraussetzungen, um Geräte zu entwickeln, die diesen Anforderungen gerecht werden.
Die einzigsten uns bekannten Geräte, die diesen Anforderungen vollständig gerecht werden, sind die Silbergeneratoren "Ionic-Pulser®" von Medionic (Jenkner Elektronik).