In der Tradition der Zigeuner gibt es seit langem die Meditationstechnik der "Drei Tafeln von Chartres" in der mit den 3 Formen der Gralstafeln (Rechteck, Quadrat und Kreis) meditiert wird. So hat auch dieser kulturelle Brauch und die Menschen, die ihn zelebrieren einen engen Bezug zur Kathedrale von Chartres, ihrer Geometrie und ihrem Labyrinth. Am Platz der Kathedrale soll sich zu vorchristlicher Zeit eine keltische Kultstätte befunden haben sowie eine Quelle, der man, bis zu ihrer Zuschüttung im 17. Jahrhundert, heilende Kreäfte nachsagte.
Die Numerologie des Labyrinths beinhaltet sowohl Daten aus dem Lebens Jesu als auch Sonnen- und Mondrhythmen sowie astronomische und astrologische Aspekte und kann so als eine Art immerwährender Kalender betrachtet werden. Würde man die westliche Fensterrosette, in deren Mitte Jesus dargestellt ist, auf das Labyrinth legen, sässe Jesus in dessen Zentrum. Ein wunderbares Symbol für die göttliche Energie auf Erden und für das Ziel des Christusbewusstseins am Ende eines verschlungenen Weges.